Summ, summ, summ, Bienchen summ herum...

Was für einen tollen Tag haben wir am Samstag mit den Wildkatzen erlebt! Wir waren bei der Familie Burkert eingeladen und durften nicht nur vom frischen Honig probieren, sondern auch ganz viele Informationen über den Beruf eines Imkers erfahren. Natürlich haben wir auch sehr viel über die Honigbienen gelernt.

Nachdem wir uns an der Hirschbergwiese getroffen haben, wanderten wir zur Familie Burkert. Dort erwarteten uns Roland, Luise und Fritz im Garten vor einem Bienenstock. Sie hatten für unseren Besuch ganz schön viel vorbereitet. Roland erzählte uns zuerst, dass in Deutschland ca. 100.000 Imker rund 750.000 Bienenvölker besitzen und 20.000 Tonen Honig herstellen. In einem Bienenstock befinden sich ca. 50.000 Bienen, die alle eine bestimmte Rolle haben: die Königin legt ca. 2000 Eier täglich und ist die Mutter des Volkes; die Drohnen sind „die Kerle“ im Stock und allein für die Fortpflanzung zuständig; die Arbeiterinnen haben je nach Alter verschiedene Funktionen: zuerst sind sie Putzbienen, dann Ammenbienen, danach Wachsfabrikantinnen und Baubienen, anschließend Wachbienen und zuletzt Flugbienen. Auf jeden Fall arbeiten sie ständig und sterben schon nach 40 bis 50 Tagen. „Was glaubt ihr, Kinder? Arbeiten die Bienen nur, um für die Menschen Honig herzustellen?“ fragt Roland. Falsch…Eines muss man klar stellen: die Bienen stellen nicht für die Menschen Honig her, sondern für sich selbst. Der Honig ist eigentlich ihr Wintervorrat. Ach oje… Dann ist der Imker ein „böser Man“, der den Bienen den Vorrat einfach klaut? Natürlich nicht… der Imker nimmt zwar den Honig, aber er gibt den Bienen einen Ersatzvorrat und schaut, dass dieser Vorrat immer ausreichend wird. Er schützt seine Bienenvölker und sorgt dafür, dass neu entstandene Bienenvölker neue Kästen bekommen. In der Natur würden heutzutage Bienen nicht genügend Lebensräume finden, denn hohle Bäume werden gleich gefällt. „Bienen sind nicht nur für den Honig wichtig“ betont Roland „Sie haben noch eine wichtigere Rolle in der Natur: Sie bestäuben die Blüten der Obstbäume“. Ohne Biene, keine Früchte! Noch ein Grund dafür, dass die Menschen besonders auf die Bienen aufpassen sollten.

Nach dem tollen Vortrag von Roland gingen wir dann in die Garage, wo Luise und Fritz uns zeigte, wie man den Honig aus den Waben holt. Zuerst hat Luise die Honigwabe entdeckelt -d.h. die Wachsoberschicht entfernt- und Fritz hat anschließend die Wabe geschleudert. Der frisch hergestellte Honig landete direkt auf dem Tisch im Garten, wo ein leckeres Vesper auf uns wartete: Hefezopf mit Butter und Honig, dazu einen leckeren hausgemachten Marmorkuchen! Besser konnte der Tag nicht sein.

Einen herzlichen Dank an Luise, Fritz und Roland für den wunderschönen Tag.

 

 



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