„Eene Meene Hexenelixier, was Kräuter können, lernst du hier, hex hex!“

Spätestens seit letztem Samstag wissen die Wildkatzen genau, dass nicht nur Hexen mit Kräutern zaubern können, sondern auch Gabi Bertsch aus Gellmersbach. Gabi ist Kräuterpädagogin und hat vor kurzem ihre Ausbildung erfolgreich absolviert.Wir hatten das große Glück, dass sie Zeit hatte, mit uns den ganzen Samstagnachmittag auf der Hirschbergwiese zu verbringen, um uns in die Geheimnisse einiger Kräuter einzuweihen. 

Am BUND-Naturcamp 2015 nahmen dieses Jahr insgesamt 17 Wildkatzen und 4 jugendliche Betreuer teil. Um 14 Uhr trafen wir uns am Hirschberg und bauten schnellstens unsere Zelte auf, bevor der erste Regenschauer uns erreichte. Gegen 15.30 Uhr verschwanden die Wolken allmählich und wir konnten mit unserem Kräuternachmittag beginnen. Der erste Tipp von Gabi war mal schon richtig gut: „Lass uns alle unter einem Walnussbaum sitzen, denn dort werden wir von den Wespen weniger gestört“ -Die Wespen waren nämlich bei diesjährigem Camp eine lästige Plage!- Dort verteilte Gabi zuerst ein paar  pitzwegerichblätter und zeigte uns, wie man sie in den Händen rollen sollte, um den Saft  herauszubekommen, der gegen Mückenstiche und Juckreiz hervorragend ist. Vorab hatte Gabi eine Tinktur aus Spitzwegerichblättern vorbereitet und erklärte Leonie zu unserem Notarzt. Nach einer tollen Geschichte über Eichhörnchen Nicki und verschiedene Spiele lud uns Gabi zu einer erfrischenden Kräuterbowle ein. Weiter ging es mit der Suche nach besonderen Wildblumen und Kräutern: Wilde Möhre, Schafgarbe, Wiesenbärenklau, Odermenning, Dost und nicht zu vergessen Baldrian, den die Wildkatzen, die Echten, ja so lieben. Anschließend konnten die Kinder an verschiedenen Stationen teilnehmen, um entweder  Duftsäckchen (mit Lavendel, Zitronenmelisse, Baldrian und Johanniskraut), Zahnputzpulver (mit Schokominze und Salbei) oder Räuchermischung zum Insektenvertreiben (mit Lavendelblüte, Zitronenmelisse und Johanniskraut) zu basteln. Gabi musste uns gegen 19 Uhr verlassen, überließ uns aber netterweise die ganzen Stationen, an denen die Kinder noch länger arbeiteten.

Der Abend ging ganz entspannt mit Abendessen und Toben auf der Hirschbergwiese weiter. Wegen dem hohen Brandrisiko saßen wir zum ersten Mal nicht vor einem Lagerfeuer. Dieses Jahr wurde die Bettzeit um genau Mittenacht festgelegt, sodass die Nacht tatsächlich etwas länger wurde, zumindest für diejenigen, die nicht unter offenem Himmel geschlafen haben!

Ganz früh am Morgen begann der zweite Tag des Naturcamps. Die ersten Kinder summten schon um 6 Uhr, zusammen mit den fleißigen Wespen. Nach dem Frühstück ging das Programm mit einer Naturrallye weiter. Dazu wurden 3 Gruppen gebildet, deren Namen waren: „Ganzapfelesser“, „Go wild, Mission BUND“ und „Naturforscher“. Unter anderem sollten die Gruppen eine Geschichte erfinden und zuletzt ein Ei mit Naturmaterialien so verpacken, dass es einen Sturz aus 3 Meter Höhe überlebt. Dafür musste Petra auf das Dach ihres Wohnmobils klettern, um von dort die verpackten Eier fallen zu lassen (schaut euch die Bilder auf der Homepage dazu an). Alle Gruppen haben die Aufgaben hervorragend gelöst. Dank ihrer originellen Geschichte gewann „Go Wild Mission BUND“ die BUND-Rallye 2015. 

Das 7. BUND Naturcamp endete mit einem Grillen mit den Eltern, die leckere Salate mitgebracht hatten. Das Beisammensein war wegen den vielen Wespen nicht so entspannt, wie wir es uns gewünscht hätten. Trotzdem war die Stimmung sehr schön und gegen 14 Uhr gingen wir alle ziemlich erschöpft aber zufrieden nach Hause. 

Ein besonderer Dank geht in diesem Jahr an unsere Nachwuchsbetreuer Sibel, Julia und Malte. Ebenfalls an Cheyenne. Ihr habt das ganz Prima gemacht.

 

 

 



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