Wir beantworten Ihre Fragen

Im Rahmen des Pilotprojektes  „Schmetterlingsdorf Eberstadt“ wurden die Verkehrsinseln in der Neuenstädter Strasse im März dieses Jahr neu bepflanzt.

Nach und nach tauchen viele Fragen seitens der Einwohner Eberstadts bezüglich der Neugestaltung dieser Inseln auf.

Auf diese Fragen möchten wir heute ein paar Erklärungen geben.

Warum haben wir uns für heimische Wildpflanzen entschieden?

 

Wir brauchen sie, um biologische Vielfalt nach Eberstadt zurückzubringen, damit mehr Lebensraum für unsere heimischen Insekten  -wie Schmetterlinge und Wildbienen- erschaffen werden. Heimische Wildpflanzen sind klimaresistent und erneuern sich immer wieder selbst. Aus diesem Grund sind sie kostengünstiger und auch noch pflegeleichter als herkömmliche Staudenpflanzen. Außer der Bewässerung der Ansaaten in den ersten 6 Wachstumswochen und ein einmaliges jährliches Mähen benötigen Wildpflanzen keine weitere aufwendige Pflege. Heimische Wildpflanzen bringen nachhaltige Schönheit ins öffentliche Grün.

 

Warum haben wir Kalkschotter als Basis für den Boden?

Um die Nachhaltigkeit der Bepflanzung zu gewährleisten, haben wir uns für eine Staudenmischpflanzung entschieden: In den Inseln wurden heimische Stauden und Ansaaten verwendet. Diese Wildpflanzen brauchen sonnige Standorte, aber auch besonders trockene, magere und kalkreiche Böden, dass der Kalkschotter optimal bietet. Ist das Substrat zu fett oder wird es gar gedüngt, werden sich Pflanzen und Gräser durchsetzen, die fette Standorte bevorzugen. Unsere Wildblumenarten haben dann keine Chance mehr.

Warum wächst Unkraut in den Inseln?

Die Inseln wurden in Februar für die Neubepflanzung vorbereitet. Dabei wurde der Oberboden mit dem gesamten  Bewuchs 10- 20 cm entfernt, um die Wurzelunkräuter (wie Winden, Löwenzahn, Quecke, Distel u.a.) zu entfernen. Nur konnten nicht alle zu 100% unkrautfrei vorbereitet werden, weil man sonst die Wurzeln der Bäume beschädigt hätte. Aus diesem Grund werden 2 bis 3 Pflegegänge im Jahr notwendig, um das hartnäckige Unkraut zu entfernen. 

Warum wachsen die Stauden und Ansaaten zu langsam?

Der Monat Mai war definitiv zu trocken. Ständig wurde Regen angekündigt, aber tatsächlich hat es im Mai bei uns wenig geregnet und deshalb ist das Wachstum der Pflanzen und Saaten verlangsamt.  Einige Inseln sind grüner als Andere. Die Inseln, die nach dem Ansäen ständig feucht gehalten wurden, weisen heute mehr Wachstum auf. Die Anderen entwickeln sich zwar langsamer aber sie werden auch gedeihen. Fakt ist, dass in Zukunft jede Insel sein eigenes Bild entfalten wird, da die heimischen Stauden in der Lage sind, sich eigenständig zu vermehren und so eine jeweils standortspezifische Entwicklung zu nehmen. Dieses „nicht eintönige Ergebnis“ ist von uns gewollt.

  

Heute können wir mit Stolz und Freude die ersten Ergebnisse des Projektes „Schmetterlingsdorf Eberstadt betrachten. Bei der Gemeindewiese blüht es richtig. Übrigens: der Saum an der Wiese hat genau den gleichen Kalkschottersubstrat und die gleiche Staudenmischpflanzung wie die Verkehrsinseln. Jedoch wurden die Blumensamen an der Wiese 4 Wochen früher angesät.

    

 

 

 



Suche